Zahlen, Daten, Fakten

Die CDG besteht seit dem Jahr 1988. Damals wurde sie unter dem Namen Christian Doppler Gesellschaft als Konzerninstrument der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG) eingerichtet. Ihr Ziel war die Einrichtung von Forschungseinheiten, die auf hohem Niveau Grundlagenforschung betreiben sollten. Die gewählten Themengebiete sollten für die Unternehmen des Konzerns mittel- bis langfristig von Nutzen sein. Die Finanzierung erfolgte durch die Konzernleitung.

Die 1993 durchgeführte Umgestaltung der ÖIAG vom Industriekonzern zu einer Beteiligungs- und Privatisierungsagentur bedingte auch eine Reform der CDG. Sie sollte allen österreichischen Unternehmen offen stehen und konkrete Fragestellungen der Wirtschaft auf hohem Niveau bearbeiten. Im Jahr 1995 wurde eine neue Finanzierungsgrundlage geschaffen und der Verein strukturell neu organisiert. Gleichzeitig erfolgte die Übernahme in die Zuständigkeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten. Seither ist die CDG ein Modell, das die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung unterstützt und von Unternehmen und der öffentlichen Hand gemeinsam finanziert wird.

Seit der Gründung der CDG steigt die Zahl der CD-Labors und auch der beteiligten Unternehmenspartner stetig. Im Jahr 2012 bekam die CDG mit der Abwicklung der JR-Zentren an Fachhochschulen ein zusätzliches Aufgabengebiet.

Entwicklung der Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Die Anzahl der CD-Labors und JR-Zentren stieg von 2018 auf 2019, gleichzeitig stiegen auch die Forschungsmittel. Im Jahr 2019 waren 173 ordentliche Mitgliedsunternehmen in 91 CD-Labors und 15 JR-Zentren aktiv. Im Vergleich dazu waren im Jahr 2018 158 ordentliche Mitgliedsunternehmen in 85 CD-Labors und 12 JR-Zentren aktiv. Insgesamt wurden 2019 EUR 33,1 Mio. an Forschungsmitteln eingesetzt im Vergleich zu EUR 31,5 Mio. im Jahr 2018.

Struktur der Unternehmenspartner nach Unternehmensgröße und Herkunft 2019

Rund 22 % der Unternehmen sind KMU, rund 30% der Unternehmen haben ihren Sitz im Ausland.

 

 

Statistische Daten zu CD-Labors 2019

CD-Labors nach Universitäten/Forschungseinrichtungen 2019

89 CD-Labors sind an 17 österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen angesiedelt. Darüber hinausgehend gibt es 2 internationale CD-Labors.

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft ist seit 1988 aktiv, und jedes Jahr tragen ihre
Forschungseinheiten zu zahlreichen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erfolgen bei.

Budgetgröße CD-Labors

CD-Labors steht ein Budget zwischen EUR 140.000 und EUR 750.000 pro Jahr zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung als öffentliche Fördergeber sowie durch die Unternehmen als Kooperationspartner.

 

Unternehmenspartner & Personalgröße

In den CD-Labors realisiert sich die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Kompakte Forschungsgruppen mit durchschnittlich 5-15 MitarbeiterInnen kooperieren mit bis zu 10 Unternehmenspartnern.

 

 

Thematische Cluster

CD-Labors können unterschiedlichen thematischen Clustern zugeordnet werden und beschäftigen im Jahr 2019 rund 810 wissenschaftliche MitarbeiterInnen.

Wissenschaftlicher Output der CD-Labors 2019

Der wissenschaftliche Output der CD-Labors manifestiert sich in wissenschaftlichen Publikationen, Vorträgen sowie Patenten: Im Jahr 2019 werden 512 Publikationen (davon 400 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften mit Peer Review), 1.196 Präsentationen bei Konferenzen (davon 229 Publikationen mit Peer Review und 256 eingeladene Vorträge) sowie 12 erteilte Patente verzeichnet.

 

 

 

 

 

Statistische Daten zu JR-Zentren 2019

Im Jahr 2019 sind 15 JR-Zentren an 7 österreichischen Fachhochschulen aktiv.

 

 

 

 

 

Budgetgröße und Unternehmenspartner der JR-Zentren

Den JR-Zentren steht ein Budget zwischen EUR 90.000 und EUR 430.000 pro Jahr zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort als öffentlicher Fördergeber sowie durch die Unternehmen als Kooperationspartner. In den JR-Zentren realisiert sich die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Kompakte Forschungsgruppen mit durchschnittlich 3-10 MitarbeiterInnen kooperieren dabei mit bis zu 5 Unternehmenspartnern. 

Thematische Cluster

Ein Großteil der 2019 aktiven JR-Zentren (acht) gehört zum thematischen Cluster „Mathematik, Informatik, Elektronik“, zwei zum thematischen Cluster „Life Scienes und Umwelt“ und je eines zu den Thematischen Clustern „Chemie“, „Maschinen- und Instrumentenbau“, „Materialien und Werkstoffe“, „Medizin“ und „Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften“ .

Wissenschaftlicher Output der JR-Zentren 2019

Zum Output der Josef Ressel Zentren im Jahr 2019 gehören 21 Publikationen mit Peer Review, sowie 112 Konferenzteilnahmen, davon 27 mit eingeladenem Vortrag und 20 Konferenzpublikationen mit Peer-Review.

 

 

 

 

Ein Blick in die Zukunft

  • Die anhaltende Nachfrage seitens der Wirtschaft und der Wissenschaft erlaubt die Einrichtung von jährlich etwa 10 bis 12 CD-Labors und etwa 3 JR-Zentren.
  • Die internationalen Aktivitäten der CDG werden im Interesse des österreichischen Forschungs- und Wirtschaftsstandortes weiter forciert.
  • Der Frauenanteil an Labor- und ZentrumsleiterInnen wird weiter erhöht, um das wissenschaftliche Potenzial voll auszuschöpfen.

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