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Datenstand vom: 03.10.2019
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2015

80 Ergebnis(se) am 22.10.2019

CD-Labor für Örtliche Korrosion

Die Mechanismen des Auftretens örtlicher Korrosion an korrosionsbeständigen Materialien werden untersucht. Damit wird ein grundlegendes Verständnis der Entstehungsvorgänge verschiedener Korrosionsarten erreicht und die Entwicklung von Werkstoffen mit höherer Beständigkeit möglich.

Werkstoffe, die eine Schutzschicht gegen gleichförmige Korrosion bilden, werden als passive Werkstoffe bezeichnet. Dazu zählen chemisch beständige Stähle, Nickelbasislegierungen, Titan- und Aluminiumlegierungen. Versagt deren Schutzschicht, können örtliche Korrosionsereignisse die Folge sein. Die Vorgänge, die zur Entstehung solcher lokalen Korrosionen führen, werden eingehend untersucht.

Einen ersten Forschungsschwerpunkt bilden die Bedingungen, die einen lokalen Zusammenbruch der Schutzschicht auslösen. Ist diese erst einmal zerstört, können verschiedene Korrosionsarten entstehen. Hier wird auf die unterschiedlichen Mechanismen fokussiert, die dazu führen. Dabei werden insbesondere jene Arten von Korrosion untersucht, die auf mechanischen Wirkungen beruhen. Dazu zählen die durch konstante Spannungen provozierte Spannungsrisskorrosion und die durch zyklische Spannungen verursachte Schwingungsrisskorrosion. Aber auch die Erosionskorrosion, die durch Teilchenaufprall entsteht, ist eine mechanisch verursachte Korrosionsart. Weitere Forschungsbereiche sind die Lochkorrosion – ausgelöst durch chemische Reaktionen, die Spaltkorrosion – verursacht durch geometrische Bedingungen, die galvanische, selektive und interkristalline Korrosion – hervorgerufen durch elektrochemische Unterschiede im Werkstoff.

Für ausgewählte Korrosionssysteme (Angriffsmittel + Werkstoff) werden die Daten ermittelt, die ein besseres Verständnis der eigentlichen Korrosionsvorgänge erlauben. Diese dienen im Rahmen der Tätigkeit auch der Erarbeitung von Richtlinien für die Entwicklung verbesserter Werkstoffe. Zusätzlich werden Abhilfemaßnahmen ausgearbeitet, die das Auftreten von örtlicher Korrosion verhindern, vermindern oder die Folgeerscheinungen reduzieren helfen.

Die Forschungsaktivitäten bringen ein tiefer gehendes Verständnis für unterschiedliche örtliche Korrosionsvorgänge bei passiven Materialien hervor. Dieses dient als Grundlage für die optimierte Entwicklung dieser Materialien und Abhilfemaßnahmen im Korrosionsfall.

Leitung

ao.Univ.Prof. DI Dr. Gregor Mori

Montanuniversität Leoben

Department für allgemeine, analytische und physikalische Chemie

Franz-Josef-Straße 18

8700 Leoben

Details

Laufzeit: 01.05.2007 - 30.04.2014
Auslaufphase: 01.05.2014 - 30.04.2015

Unternehmenspartner:

Böhler Edelstahl GmbH, OMV AG, voestalpine Grobblech GmbH, voestalpine Stahl GmbH, Faurecia Emissions Control Technologies Germany GmbH, voestalpine Stahl Donawitz GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH

Thematischer Cluster:

Materialien und Werkstoffe

www.unileoben.ac.at/korrosion