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Datenstand vom: 11.12.2017
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CD-Labor für Monitoring und Evolution sehr großer Softwaresysteme

Software ist für den Erfolg vieler Unternehmen von zentraler Bedeutung, unterliegt aber aufgrund neuer Anforderungen, Technologien und Marktbedingungen einem ständigen Wandel. Bestehende Softwaresysteme sind eine erhebliche Investition, die jedenfalls geschützt werden muss. Ihre langfristige Evolution ist eine große Herausforderung in der Industrie.

Die schiere Größe der Systeme – oft mehrere Millionen Code-Zeilen – ist allerdings nur eine der Heraus-forderungen. Sehr große Softwaresysteme (very-large-scale software systems, VLSS) bestehen vielfach aus technologisch unterschiedlichen und unabhängig voneinander entwickelten Systemen. Die Entwicklung erfolgt „evolutionär“ durch Anpassung an neue Anforderungen, oft über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren. In Industrieanlagen etwa werden vom Hochofen bis zum Walzwerk verschiedenste Produktionsschritte von Softwaresystemen gesteuert. In Software-Ökosystemen nutzen verschiedene interne und externe Entwicklungsteams gemeinsam Software-Plattformen und entwickeln darauf aufbauend neue Kundenlösungen.

Bei Weiterentwicklungen ist es aufgrund der System-komplexität schwierig, die Auswirkungen von Änderungen abzuschätzen. Geschäftswichtige Anforderungen und Eigenschaften müssen daher während der Entwicklung und im Betrieb überwacht werden. Dieses Labor will Software-EntwicklerInnen Werkzeuge in die Hand geben, mit denen Monitoring und Evolution von Systemen erleichtert wird. Anwendungsbereiche sind:

- Simulation und Test: Entspricht das System nach einer Änderung noch den Kundenforderungen?
- Auswirkungsanalyse: Welche Systemteile sind von einer Änderung betroffen und müssen angepasst werden?
- Identifikation von Flaschenhälsen: Welche Teile der Software eines Systems sind für die Abweichung von der gewünschten Performance verantwortlich?

Um diese Werkzeuge zu entwickeln, setzen die WissenschafterInnen des Labors auf verschiedene Forschungsmethoden: Entwicklung von Werkzeugprototypen, Fallstudien und empirische Untersuchungen (z.B. Interviews mit Softwarearchitekten) sowie systematische Literaturreviews.

Leitung

a.Univ.Prof. Dr. Paul Grünbacher

Universität Linz

Institut für Systems Engineering and Automation

Altenberger Straße 69

4040 Linz

T: +43 732 2468-4386

paul.gruenbacher(at)jku.at

Details

Laufzeit: 01.02.2013 - 31.01.2020

Unternehmenspartner:

Primetals Technologies Austria GmbH, KEBA AG, Dynatrace Austria GmbH

Thematischer Cluster:

Mathematik, Informatik, Elektronik

http://mevss.jku.at/