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2015

80 Ergebnis(se) am 15.12.2019

CD-Labor für Moderne Cellulosechemie und -analytik

Die Erweiterung des Grundlagenwissens über Cellulosechemie und -analytik stellt das Hauptinteresse der Forschungstätigkeiten dar. Darauf basierend werden Fortschritte in der Celluloseforschung hinsichtlich neuer Anwendungsbereiche realisiert.

Aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit rücken natürliche Ressourcen wie Cellulose wieder verstärkt ins Zentrum der wissenschaftlichen und industriellen Aufmerksamkeit. Dieses Polymer ist nicht nur der massenmäßig am häufigsten vorkommende, sondern auch der ökonomisch bedeutsamste Rohstoff.

Den Schwerpunkt der Forschungsarbeiten bilden Charakterisierung und Funktionalisierung von Cellulose auf molekularer Ebene. Dafür werden die Cellulosemoleküle, die lange lineare Molekülketten bilden, die sich wiederum zu komplexen Überstrukturen zusammenfinden, detailliert untersucht und beschrieben. Speziell interessieren dabei die Struktur, die Alterung und die Beschaffenheit der Oberflächen. Darauf aufbauend gilt es im Rahmen der Untersuchungen das Verständnis über das Quellvermögen und die Auflösungsvorgänge von Cellulosen zu vertiefen. Die Auflösung ist nur mit sehr wenigen und sehr speziellen Lösungsmitteln, wie z. B. ionischen Flüssigkeiten, möglich. Da diese die Cellulose aber nicht nur physikalisch, sondern auch chemisch verändern, wird nach neuen Ansätzen zur Verfolgung dieser Prozesse auf molekularer Ebene gesucht.

Die Grundlagenforschung in diesem Bereich wird auch die Basis für neue Anwendungen der Cellulose schaffen. So werden hoch funktionalisierte Cellulosen entwickelt, die ihre Eigenschaften mit jenen spezieller Reagenzien vereinen können. Dabei werden beispielsweise intelligente Fasern und Vliese mit Slow Release-Effekt entstehen, die vor allem in Medizin, Kosmetik und Hygiene Anwendung finden. Diese setzen die in ihnen enthaltenen Wirkstoffe kontrolliert frei. Das gelingt dank eines Ankers zwischen Wirkstoff und Cellulose, wobei mithilfe eines Tuners die Abgabe des Stoffes gesteuert wird. Daneben werden Dämmstoffe, ultraleichte Formkörper sowie (halb)leitfähige Materialien aus den Forschungstätigkeiten hervorgehen.

Nicht zuletzt werden die Untersuchungen auch dazu dienen, die Eigenschaften von Papier durch neue, auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Leimungsmittel zu verbessern. Ein detaillierteres Verständnis über den Abbau und die Alterung der Cellulose trägt in weiterer Folge zur Erhaltung cellulosischer Produkte und kultureller Objekte bei. Die Lebensdauer wertvoller historischer Dokumente in Bibliotheken, Archiven und grafischen Sammlungen kann dank der hier angestellten Forschungsarbeiten bedeutend verlängert werden.

Leitung

Univ.Prof. Dipl.Chem. Dr. Thomas Rosenau

Universität für Bodenkultur Wien

Abteilung für Chemie nachwachsender Rohstoffe

Konrad-Lorenz-Straße 24

3430 Tulln

ao.Univ.Prof. Dipl.Chem. Dr. Antje Potthast

Universität für Bodenkultur Wien

Abteilung für Chemie nachwachsender Rohstoffe

Konrad-Lorenz-Straße 24

3430 Tulln

Details

Laufzeit: 01.09.2008 - 31.08.2015
Auslaufphase: 01.09.2015 - 31.08.2016

Unternehmenspartner:

Blue Globe Energy GmbH, Lohmann & Rauscher GmbH, Saint-Gobain Isover G+H AG, PrikoTex GmbH, FZMB GmbH - Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie , Lenzing AG, SCA Tissue France SAS, PAL Preservation Academy GmbH Leipzig, Kemira Chemie Ges.mbH, Kelheim Fibres GmbH

Thematischer Cluster:

Chemie

www.chemie.boku.ac.at/cdl.html?&L=0