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2015

80 Ergebnis(se) am 17.10.2019

CD-Labor für Entwicklung von Allergenchips

Untersuchungssysteme, die mehrere Einzelreaktionen mit kleinsten Mengen biologischen Probenmaterials erlauben (Microarrays), werden zur Diagnose und Therapieunterstützung von Allergien entwickelt.

Dazu wird an der Optimierung und Etablierung eines Allergenchips gearbeitet, der die Nachteile bestehender Allergiediagnostika beseitigen soll. Die für den Chip verwendeten Microarrays basieren auf einer großen Anzahl von hoch gereinigten und rekombinanten Allergenproben, die mit einer kleinen Menge Blut von AllergiepatientInnen getestet werden.

Der hohe Reinheitsgrad der Probe wird dabei einen wesentlichen Nachteil der klassischen Allergietests auf der Haut umgehen – die falsche Identifizierung von Allergieauslösenden Stoffen durch Verunreinigungen der Proben. Für den klassischen Hauttest werden Proben aus Naturquellen verwendet, was zum gemeinsamen Vorkommen mehrerer Allergene führt. Selbst bei einer allergischen Reaktion gegen eine solche Probe ist nicht immer gesichert, dass diese Reaktion gegen deren Hauptbestandteil und nicht gegen eine Verunreinigung gerichtet war.

Zusätzlich werden die Microarrays dahin gehend weiterentwickelt, dass sie es erlauben, Profile der immunologischen Antworten der einzelnen PatientInnen zu erstellen. Das würde in der Folge prognostische Aussagen über den möglichen Verlauf einer Allergieerkrankung – z. B. die Entstehung von Asthma – erlauben.

Doch die Microarrays werden noch einen weiteren Nachteil der klassischen Hauttests eliminieren: Sie sind weder unangenehm, noch müssen sie in situ durchgeführt werden. Damit bieten die Microarrays zusätzliche therapeutische Möglichkeiten, deren Entwicklung auch Teil der Forschungstätigkeit ist. Dazu zählen Beobachtung der PatientInnenreaktionen im Verlauf einer Behandlung ebenso wie Identifizierung von Markerallergenen zur exakten Behandlungsentscheidung bzw. zur Vermeidung von Kontakt mit Stoffen, die diese Allergene tragen.

Eine letzte Facette der Forschungstätigkeit stellt die Nutzung der Microarrays zur Entwicklung von Impfstoffen oder von Toleranzstrategien zur Behandlung von Allergien dar. Dafür werden die Tests so weiterentwickelt, dass sie die Unterscheidung zwischen hoch und niedrig allergenen Stoffen erlauben werden.

Leitung

Assoz.Prof. Univ.Doz. Mag. Dr. Susanne Vrtala

Medizinische Universität Wien

Institut für Pathophysiologie

Währinger Gürtel 18-20

1090 Wien

Details

Laufzeit: 01.04.2009 - 31.03.2016

Unternehmenspartner:

Phadia AB, BIOMAY AG, Phadia Multiplexing Diagnostics GmbH

Thematischer Cluster:

Medizin