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Datenstand vom: 11.12.2017
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CD-Labor für Bioaktive Aromastoffe

Es werden Aromastoffe von Lebensmitteln identifiziert, die beim Menschen ein Sättigungsgefühl verursachen können. In der Folge werden auf Grundlage der identifizierten Stoffe sensorisch attraktive Lebensmittel entwickelt, die das Sättigungsgefühl auf natürliche Weise regulieren.

Einige Pflanzenextrakte mit hohen Konzentrationen an Aromastoffen können allein durch die Reizung des Geruchssinns einen Sättigungseffekt erzielen. So können diese Stoffe einen Beitrag zur Reduktion der Energieaufnahme und des Körpergewichts leisten. Zu den Extrakten mit einer solchen Wirkung zählen die von Lavendel. Daraus werden die relevanten Aromastoffe identifiziert und ihre physiologischen Wirkungen im Detail untersucht. Neben ernährungs- und neurophysiologischen Methoden werden auch analytische Techniken der Lebensmittelchemie angewendet.

Durchgeführt werden auch Untersuchungen an Zellkulturen und mit gesunden ProbandInnen. Diese Untersuchungen werden neben Hinweisen auf die Wirksamkeit möglicher Aromastoffe auch erste Hinweise auf die zellulären Wirkmechanismen geben, die zu den beobachteten Effekten beitragen. Dazu werden eine Reihe sogenannter Biomarker bestimmt, also Körpersubstanzen, die Auskunft über physiologische Vorgänge geben.

Anhand dieser Marker werden unter anderem die Vorgänge untersucht, die durch Geruch, Geschmack und Mundgefühl der Aromastoffe verursacht werden. Zusätzlich werden neuronale Vorgänge im Gehirn und die Reaktionen im Gastrointestinaltrakt untersucht. Bei Letzteren interessieren insbesondere die Sekretion von Verdauungsenzymen und die Wechselwirkungen mit der Darmflora.

Weiterhin werden Untersuchungen zur Wirkung der identifizierten Aromastoffe auf den Gesamtstoffwechsel durchgeführt. So werden die Blutwerte von Sättigungshormonen genauso bestimmt wie die von Insulin, Glukose oder Peptiden (kurzen Proteinen) und Proteinen. Auf molekularbiologischer Ebene wird analysiert, inwieweit die Gene beeinflusst werden, die mit dem Sättigungsmechanismus in Zusammenhang stehen.

Sind Aromastoffe, die zu einem Sättigungsgefühl beitragen, identifiziert, werden sie in neue Produktrezepturen eingeführt. So werden Lebensmittel entwickelt, die ansprechend schmecken und dabei einen positiven Effekt auf reduzierte Energieaufnahme haben.

Leitung

o.Univ.Prof. Mag. Dr. Veronika Somoza

Universität Wien

Institut für Ernährungsphysiologie und Physiologische Chemie

Althanstraße 14/UZA II

1090 Wien

T: +43 1 4277-70610

veronika.somoza(at)univie.ac.at

Details

Laufzeit: 01.09.2011 - 31.08.2018

Unternehmenspartner:

Symrise AG

Thematischer Cluster:

Life Sciences und Umwelt