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Universität für Bodenkultur Wien

19 Ergebnis(se) am 16.11.2018

CD-Labor für Analytik allergener Lebensmittelkontaminanten

Analytische Nachweisverfahren für Nahrungsmittel-Allergene werden erforscht und entwickelt. Insbesondere wird an Schnelltests auf Basis immunologischer Reaktionen gearbeitet. Diese erlauben qualitative und semi-quantitative Ergebnisse mit hoher Spezifität für einzelne Allergene.

Nahrungsmittel-AllergikerInnen könnten Allergene vermeiden, wenn ihre Lebensmittel Allergen-frei oder entsprechend gekennzeichnet wären. Voraussetzung für beides sind sensible und industrietaugliche Nachweismethoden. Für die Allergene aus Erdnüssen, Nüssen, Milch und Ei werden hier solche Tests entwickelt, wobei man auf immunanalytische Methoden vertraut. Diese Methoden basieren auf speziellen Proteinen des Immunsystems (Antikörpern), die hochspezifisch mit den entsprechenden Allergenen reagieren.

Zunächst werden dazu Allergene aus den entsprechenden Nahrungsmitteln isoliert, aufgereinigt und charakterisiert. Möglichen Veränderungen der Allergene durch typische Prozesse der Nahrungsmittelverarbeitung (z. B. Backen oder Rösten) wird dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Diese Allergene dienen dann zur Immunisierung passender Tiermodelle, die in der Folge entsprechende Antikörper herstellen. Dabei werden sogenannte monoklonale Antikörper, also Antikörper, die eine identische Zielstruktur (Epitop) auf dem Allergen erkennen, in speziellen Mäusen (Balb/c-Mäusen) hergestellt. Sogenannte polyklonale Antikörper, eine Mischung von Antikörpern, die unterschiedliche Strukturen desselben Allergens erkennen, werden hingegen in anderen Systemen produziert.

In der Folge werden diese Antikörper gereinigt und analysiert. Dabei steht ihre Eignung für den Einsatz in immunanalytischen Tests im Vordergrund der Forschung. Die Tests, die hier entwickelt werden, sind sogenannte immunchromatografische Systeme, wie Lateral Flow Devices. In diesem System werden Testlösungen durch Kapillarkraft an fixierten Antikörpern vorbeigezogen. Kommt es zu einer Bindung von Allergenen an die Antikörper, erfolgt ein Signal. Dieses Prinzip funktioniert robust, rasch und spezifisch. Es bietet damit eine Grundlage für erste qualitative Tests direkt dort, wo Lebensmittel hergestellt werden.

Insgesamt werden die hier zu entwickelnden Testverfahren praktische und hochspezifische Methoden zum Nachweis von Nahrungsmittel-Allergenen bieten.

Leitung

ao.Univ.Prof. DI Dr. Sabine Baumgartner

Universität für Bodenkultur Wien

Department für Agrarbiotechnologie

Konrad-Lorenz-Straße 20

3430 Tulln

Details

Laufzeit: 01.10.2007 - 30.09.2014
Auslaufphase: 01.10.2014 - 30.11.2014

Unternehmenspartner:

Romer Labs Division Holding GmbH

Thematischer Cluster:

Chemie

www.cdlab-ratesallfood.at