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Medizinische Universität Wien

20 Ergebnis(se) am 17.10.2019

CD-Labor für Immunmodulation

Geforscht wird an der Regulierung und Blockierung von immunologischen Reaktionen. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der Reaktionen sogenannter T-Zellen, die für allergische Reaktionen ursächlich sind.

T-Lymphozyten sind spezielle weiße Blutkörperchen, die eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Allergien spielen. Sie induzieren die Produktion von sogenannten IgE-Antikörpern, die Allergene erkennen und allergische Reaktionen auslösen. Die zellulären Vorgänge, die zu allergischen Erkrankungen führen, werden im Detail erforscht. Zusätzlich werden Ansätze gesucht, diese Vorgänge mit bestimmten Substanzen – sogenannten Immunmodulatoren – zu regulieren oder zu blockieren. So könnten allergische Reaktionen wirkungsvoll reduziert werden.

Ein Forschungsansatz ist die Identifikation von natürlich vorkommenden Immunmodulatoren aus Bakterien oder Parasiten, denn viele dieser Organismen infizieren andere Lebewesen mithilfe von Substanzen, die das Immunsystem zu ihren Gunsten modulieren. Diese Substanzen zu identifizieren und ihre Wirkweise besser zu verstehen, kann zum besseren Verständnis von Immunmodulation beitragen. Weiters werden Stoffe entwickelt, die durch genetische Verbindung von Allergenen und Immunmodulatoren hergestellt werden. Solche Allergen-Modulator-Konjugate können geringere Nebenwirkungen als Allergene auslösen und gleichzeitig das Immunsystem beeinflussen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt verfolgt die molekularbiologische Herstellung von sogenannten T-Zellrezeptoren und deren Charakterisierung. Diese Rezeptoren befinden sich auf der Oberfläche von T-Zellen und sind für deren Aktivierung durch Allergene verantwortlich. Im CD-Labor sollen lösliche, also nicht auf der Zelloberfläche gebundene T-Zellrezeptoren hergestellt werden. Diese könnten Allergene abfangen, ohne die T-Zellen zu aktivieren, und so zur Vermeidung von allergischen Reaktionen beitragen.

Die gewonnenen tieferen Erkenntnisse bezüglich der Allergen-spezifischen T-Zellantwort tragen zur Entwicklung von sicheren und effizienten Allergieimpfstoffen bei. Zusätzlich wird das allgemeine Wissen über Antigen-spezifische T-Zellreaktionen erweitert. So können auch therapeutische Interventionen bei anderen Erkrankungen möglich werden, die auf Entgleisungen der T-Zellimmunantwort basieren.

Leitung

Univ.Prof. DI Dr. Barbara Bohle

Medizinische Universität Wien

Institut für Pathophysiologie

Währinger Gürtel 18-20

1090 Wien

Details

Laufzeit: 01.01.2008 - 31.12.2014
Auslaufphase: 01.01.2015 - 31.12.2015

Unternehmenspartner:

BIOMAY AG

Thematischer Cluster:

Medizin

www.meduniwien.ac.at/cd-immunmodulation