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Datenstand vom: 05.11.2018
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CD-Labor für Allergieforschung

Ziel der Forschung sind Impfstoffe für die Behandlung von allergischem Asthma. Erfolg versprechende Impfstoffkandidaten werden auf Basis der Peptidsynthese hergestellt.

Impfungen mit Peptiden, die Allergien auslösen können (Allergene), tragen dazu bei, den Körper zu desensibilisieren und allergische Reaktionen zu vermeiden. Eine chemische Synthese solcher Allergene bietet gegenüber einer Aufreinigung aus Naturstoffen einen signifikanten Vorteil: Die Allergene liegen in reiner Form vor, wodurch ungewollte Reaktionen vermieden werden können. Zur Herstellung von geeigneten Impfstoffen gegen Asthma-auslösende Allergene wird die Peptidsynthese eingesetzt. Da diese Methode auf dem Nachbau der chemischen Zusammensetzung (Aminosäuresequenz) der Allergene beruht, muss diese bekannt sein. Aus diesem Grund werden die relevanten Allergene im Rahmen der Forschung genau untersucht.

In einem Teilbereich der Forschungsarbeit werden alle Allergene des Pilzes Alternaria alternata charakterisiert. Bei der Hausmilbe hingegen fällt die Wahl auf die zwei bekannten Hauptallergene (Der p1, Der p2). Diese werden synthetisch hergestellt und dienen als Basis für Impfstoffkandidaten, die anschließend wiederum näher charakterisiert werden. Ebenso wird mit dem Hauptallergen der Katze, Fel d1, verfahren.

Bei den pflanzlichen Allergenen gelten Gräser- und Birkenallergene als Auslöser von Asthma. Daher werden an dieser Stelle die Gräserallergene Phl p2, Phl p5 und Phl p6 genau untersucht. Zusätzlich wird von einem weiteren Gräserallergen, Phl p1, ein Teilstück des Peptids (der C-Terminus) eingehend charakterisiert, da dieses maßgeblichen Einfluss auf die Impfantwort hat. Weiters wird für eine Impfung gegen Birkenallergene der optimale Impfstoffkandidat gegen das Hauptallergen, Bet v1, ausgewählt und näher erforscht. Dabei wird die Entwicklung weitergeführt, bis der Impfstoffkandidat für eine Untersuchung der Klinischen Phase I zur Verfügung steht.

In einem weiteren Schritt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist die Zusammenführung der einzelnen Impfstoffe zu einem Kombinationsimpfstoff vorgesehen. Dieser wird Betroffenen umfassenden und anhaltenden Schutz gegen eine Reihe von Asthma-auslösenden Allergenen bieten.

Leitung

Univ.Prof. Dr. Rudolf Valenta

Medizinische Universität Wien

Institut für Pathophysiologie

Währinger Gürtel 18-20

1090 Wien

Details

Laufzeit: 01.01.2006 - 31.12.2012

Unternehmenspartner:

BIOMAY AG

Thematischer Cluster:

Medizin

www.meduniwien.ac.at/allergy-research-christian-doppler