Ob als Antibiotika, in der Onkologie oder zur Behandlung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen: Peptide spielen eine wichtige Rolle in der Medizin, insbesondere wenn sie spezielle, in der Natur selten vorkommende Bausteine enthalten. Diese werden "nicht-kanonische Aminosäuren" genannt und können Peptide einerseits stabilisieren (um die Wirkdauer zu verlängern) und sie andererseits gezielt an andere Wirkstoffe koppeln (um etwa Tumorzellen selektiver erkennen zu können).
Die herkömmliche chemische Synthese solcher Peptide benötigt allerdings große Lösungsmittel-Mengen und potentiell gefährliche Chemikalien. Daher betreiben Laborleiterin Monika Cserjan und ihr Team vom CD-Labor für Nachhaltige Herstellung funktionalisierter biopharmazeutischer Peptide an der BOKU University, unterstützt von Unternehmenspartner Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG, umfassende Grundlagenforschung, welche eine nachhaltige und kostengünstige Alternative ermöglichen soll: Erforscht werden effiziente, wissensbasierte, skalierbare und nachhaltige Herstellungsplattformen, wobei gentechnisch veränderte Bakterien eingesetzt werden, die nicht-kanonische Aminosäuren hocheffizient in Peptide einbauen können.
Nachhaltige Herstellung wichtiger Wirkstoffe
10/26: Neues CD-Labor an der BOKU University
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CD-Labor für Nachhaltige Herstellung funktionalisierter biopharmazeutischer Peptide
Leitung
DI Dr. Monika Cserjan
Universität für Bodenkultur Wien
Laufzeit
01.01.2026 - 31.12.2032
