3 Fragen an...Laborleiter und Preisträger Gustav Pomberger

11.01.2023: Gustav Pomberger, Freund*innen der CDG wohlbekannt als ehemaliger Laborleiter und langähriges Senatsmitglied, erhielt unlängst den Award des Rates für Forschung und Technologie für Oberösterreich (RFT OÖ): Wir gratulieren und nutzen die Gelegenheit für ein Kurzinterview!

CDG: Ihr CD-Labor ist 1998 ausgelaufen. Was ist aus Ihrer Sicht die größte Veränderung im Wissenschaftsbetrieb seither?
Pomberger: Der heute (durch IKT) verfügbare Werkzeugkasten der Wissenschaftler*innen, d.h. das Spektrum an Möglichkeiten unkompliziert mit Kolleg*innen weltweit Kontakt aufnehmen, sich untereinander auszutauschen und miteinander ortsungebunden diskutieren zu können, sich Zugang zu (Informations-)Material zu verschaffen und unmittelbares Feedback zur eigenen Arbeit aus der Scientific Community weltweit zu erhalten.

CDG: Sie sind langjähriges Mitglied des Senats der CDG. Was schätzen Sie besonders an diesem Fördermodell?
Pomberger: Seine konsequente Ausrichtung auf anwendungsorientierte Grundlagenforschung basierend auf einer besonders fruchtbringenden Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand. Darüber hinaus schätze ich den besonders effizienten und völlig transparenten Vergabeprozess der Fördermittel - das ist in Österreich alles andere als eine Selbstverständlichkeit und hat Vorbildcharakter.

CDG: Als JR-Senatsmitglied der ersten Stunde haben Sie wesentlich an der Etablierung dieser Förderschiene mitgewirkt. Was bedeuten die JR-Zentren für den Wissenschaftsstandort Österreich?
Pomberger: Der Fachhochschulsektor hat sich seit seiner Gründung vor etwas mehr als 25 Jahren zu einer tragenden Säule für die Versorgung des Arbeitsmarktes mit hochqualifizierten, akademisch gebildeten Fachkräften entwickelt und weist mittlerweile auch eine beachtliche und für den österr. Wissenschaftsstandort unverzichtbare Forschungsbilanz auf, dies ist vor allem der Schaffung der JR-Zentren zu verdanken.

em. o. Univ.-Prof. DI Dr. Gustav Pomberger leitete an der Johannes Kepler Universität Linz (wo er, ebenso wie am Campus Hagenberg der FH OÖ, auch als Lehrender wohlbekannt ist) sowohl das CD-Labor für Methoden und Werkzeuge des Software-Engineering (1992-1998) als auch das Institut für Wirtschaftsinformatik - Software Engineering (1987-2017) und ist langjähriges Mitglied des CDG-Senats.

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