20 Jahre Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Seit 20 Jahren realisiert die Christian Doppler Forschungsgesellschaft erfolgreiche Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft. Christian Doppler Labors waren das erste Fördermodell in Österreich, mit dem Unternehmen gezielt an die Grundlagenforschung der Universitäten herangeführt wurden, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dieses Modell der Zusammenarbeit haben Forschungsleute aus der Wirtschaft, WissenschafterInnen an Universitäten und ExpertInnen aus der Politik gemeinsam und auf gleicher Augenhöhe entwickelt. Das war der Grundstein für die CDG in ihrer heutigen Form: eine forschungsgetriebene und forschungsgetragene Plattform.

 

Stets am Puls der Zeit

Im Lauf der Jahre hat sich die CDG stets weiter entwickelt und das Fördermodell an die Bedarfe der vielen verschiedenen Branchen der Wirtschaft, aber auch der einschlägigen Forschungsdisziplinen angepasst. Heute spannt sich der thematische Bogen von der Metallerzeugung und dem Maschinenbau über die Chemie- und Pharmabranche, die Medizin und die Informations- und Kommunikationstechnologien bis zum Dienstleistungssektor. Die Forschungsarbeiten finden an Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Österreich und in Europa statt. Diesen heterogenen Bedingungen zu entsprechen, war nicht immer einfach, aber es ist gelungen. 

 

Eine Erfolgsgeschichte

Das Christian Doppler Modell gilt damit als Best Practice Beispiel im In- und Ausland. Einige Eckdaten illustrieren die Erfolgsgeschichte der CDG: Von 1995 bis 2015 ist die Zahl der Christian Doppler Labors von 14 auf 73 gestiegen; hinzu kommen 7 Josef Ressel Zentren. Waren es anfangs 5 forschungsaktive Unternehmen, die sich an CD-Labors beteiligt haben, so sind es heute rund 150, die im Rahmen des Fördermodells der CDG intensiv Grundlagenforschung betreiben. Mit rund 300 Millionen Euro wurden unzählige Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen ebenso wie Publikationen und Patente ermöglicht.

 

„Und doch ist das Christian Doppler Modell eine unvollendete Erfolgsgeschichte, denn wir wissen heute noch nicht, was Wirtschaft und Wissenschaft übermorgen benötigen. Das ist der Grund, warum wir aufmerksam langfristige Entwicklungen beobachten und uns immer wieder selbstkritisch hinterfragen. Wir öffnen uns permanent für neue Branchen, Disziplinen und Fragestellungen und geben uns dabei nicht mit einfachen Lösungen zufrieden. Es ist uns wichtig, wirklich Neues auszuprobieren und aus den Ergebnissen zu lernen. In gewisser Weise wollen wir den Boden optimal aufbereiten, um stets neues Wachstum in Wissenschaft und Wirtschaft zu ermöglichen. Wir werden daher auch in den kommenden 20 Jahren intensiv Forschung forcieren.“

Univ.Prof. Dr. Reinhart Kögerler
Präsident der Christian Doppler Forschungsgesellschaft