Merkmale von CD-Labors und JR-Zentren

Die CDG fördert Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und Anwendung in den Unternehmen erfolgt in Christian Doppler Labors und Josef Ressel Zentren. Diese Forschungseinheiten zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

 

  1. In den Forschungseinheiten der CDG wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben.
  2. Sie werden an Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft für einen begrenzten Zeitraum eingerichtet. Sie sind in die Struktur der Universität, Fachhochschule oder Forschungseinrichtung integriert und besitzen daher keine eigene Rechtspersönlichkeit.
  3. Die maximale Laufzeit beträgt für CD-Labors sieben Jahre, für JR-Zentren fünf Jahre.
  4. CD-Labors und JR-Zentren unterliegen einer strengen wissenschaftlichen Qualitätskontrolle. Die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit wird regelmäßig durch internationale GutachterInnen beurteilt. Die Evaluierungsergebnisse entscheiden über die Fortsetzung der Forschungseinheit.
  5. Das Forschungsthema muss zur Lösung von Fragestellungen der Unternehmenspartner beitragen. Die genaue Formulierung erfolgt durch die Labor- oder Zentrumsleitung gemeinsam mit den Unternehmenspartnern (Bottom-up-Orientierung).
  6. In den Forschungseinheiten arbeiten kompakte Forschungsgruppen von 3–15 ForscherInnen, die von hoch qualifizierten WissenschafterInnen geleitet werden.
  7. Labor- und Zentrumsleitung haben eine zentrale Rolle inne.
  8. Ein CD-Labor bietet WissenschafterInnen einen Freiraum im Umfang von 30 % der Ressourcen für Fragen im Bereich der Grundlagenforschung, die unabhängig von unmittelbaren Interessen der Unternehmenspartner sind. So können ForscherInnen ihren Wissensstand kontinuierlich weiterentwickeln
  9. Die Forschungseinheiten werden zu 50 % von der öffentlichen Hand gefördert, wobei es für KMUs eine höhere Förderquote gibt. Die öffentlichen Mittel stammen vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie von der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung. Die privaten Mittel werden von den Unternehmenspartnern der Forschungseinheiten aufgebracht, die gleichzeitig Mitglieder der CDG sind. Für CD-Labors liegt das jährliche Budget zwischen EUR 110.000 und EUR 700.000, für JR-Zentren zwischen EUR 80.000 und EUR 400.000.
  10. CD-Labors und JR-Zentren zeichnen sich durch hohe Flexibilität und relativ geringen Organisationsaufwand aus. Es existiert ein klarer Rechtsrahmen, Forschungsarbeiten können rasch nach der Genehmigung beginnen, Änderungen sind laufend möglich und die Modelle sind auch offen für internationale Kooperationen.
 

CD-Labors und JR-Zentren ermöglichen eine erfolgreiche Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft. Ihre anspruchsvollen Forschungsleistungen werden von Unternehmen und öffentlicher Hand finanziert.