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Datenstand vom: 14.06.2017
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CD-Labor für Virale Immuntherapie von Krebs

Maligne Tumore sind eine der führenden Todesursachen weltweit und neue effektive Behandlungsmethoden werden dringend gesucht. Dieses CD-Labor erforscht Möglichkeiten, um die Wirksamkeit bekannter Krebstherapien mittels onkolytischer Viren zu steigern.

Eine innovative Strategie zur Behandlung von fortgeschrittenem Krebs ist die Immuntherapie, die sich als sehr vielversprechend erwiesen hat - allerdings nur bei einem Teil der PatientInnen. Dieses CD-Labor sucht nach Wegen, wie der immuntherapeutische Ansatz auf möglichst viele PatientInnen erfolgreich übertragen werden kann. Anhand der umfangreichen Vorarbeiten gehen die Forscher davon aus, dass onkolytische, d.h. den Krebs auflösende, Viren die Effizienz bestehender immuntherapeutischer Verfahren deutlich steigern können. Die Forschungsarbeiten widmen sich daher diesen Kombinationseffekten von onkolytischem Virus und bekannten Immuntherapie-Strategien. Als onkolytisches Virus kommt das von den ForscherInnen ursprünglich klonierte und in den vergangenen Jahren umfangreich als potentes und sicheres onkolytisches Virus charakterisierte VSV-GP Virus zum Einsatz. Eine wesentliche Eigenschaft des VSV-GP Virus ist ein verstärkender Effekt auf andere Krebsvakzine und damit die Aktivierung der körpereigenen Immunantwort zur Zerstörung des Tumors mittels antitumoraler T-Zellen. Diese kann dann durch die Kombination mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren (CPIs), sehr potenten Wirkstoffen der Immuntherapie, weiter verstärkt werden. Hier werden daher mögliche Synergismen zwischen onkolytischer Virustherapie und Immuntherapie zur Maximierung des therapeutischen Effektes erforscht.
Dazu wird eine Reihe von Kombinationsexperimenten mit CPIs und mit Tumorvakzinen an mehreren klinisch relevanten Tumormodellen der Maus durchgeführt. Dabei werden neben den generellen Behandlungsparametern insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Virus, Tumor und Immunantwort untersucht. Ein Verständnis dieser Mechanismen soll in der Folge Wege aufzeigen, die treibenden Parameter in Hinblick auf eine Verstärkung der antitumoralen Immunantwort zu modifizieren. So soll eine große Bibliothek an VSV-GP Virusvarianten entstehen und an zuvor etablierten Tumormodellen getestet werden. Je nach Effekt der jeweiligen VSV-GP Varianten auf das Immunsystem, werden diese dann mit anderen Immuntherapien kombiniert, um einen maximalen therapeutischen Effekt zu erzielen. So soll eine multimodale Immuntherapie für Krebs entstehen.

Leitung

Dr. Guido Wollmann

Medizinische Universität Innsbruck

Department für Hygiene, Mikrobiologie und Sozialmedizin

Peter-Mayr-Straße 4b

6020 Innsbruck

T: +43 512 9003-71700

guido.wollmann(at)i-med.ac.at

Details

Laufzeit: 01.03.2017 - 29.02.2024

Unternehmenspartner:

ViraTherapeutics GmbH, Boehringer Ingelheim International GmbH

Thematischer Cluster:

Medizin