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Datenstand vom: 08.05.2017
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CD-Labor für Innovative Geflügelimpfstoffe

Die Impfung von Geflügelbeständen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten ist eine wesentliche Gesundheits-prophylaxe, zur Verminderung wirtschaftlicher Schäden und Steigerung des Tierwohles, unabhängig von der Haltungsform. Die Verminderung eines Antibiotikaeinsatzes ist ein weiterer positiver Effekt von Impfungen.

Impfstoffe haben in der Veterinärmedizin, insbesondere beim Nutztier, einen sehr hohen Stellenwert und stellen das zentrale Element einer gezielten Gesundheitsprophylaxe dar. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Krankheiten gegen die es bis dato keine Impfstoffe gibt und keine Möglichkeit der Therapie besteht, durch das Fehlen von zugelassenen Therapeutika. Ein Beispiel hierfür ist die Schwarzkopf-krankheit (Histomonose), die in Putenbeständen zu einem Verlust des gesamten Bestandes führen kann. Obwohl schon 1893 erstmals beschrieben, sind viele Details zum Erreger, dem begeißelten Einzeller Histomonas meleagridis, dessen Lebenszyklus und Übertragungswege bis dato nicht vollständig erforscht. Zu den Forschungsthemen des Labors gehört die Entwicklung diagnostischer Verfahren, die Etablierung klonaler Kulturen vom Erreger sowie die Identifikation und Weiterentwicklung von Impfstoff-kandidaten.Da es bisher keinerlei Lebendimpfstoffe gegen Flagellaten gibt, ist dieses Wissen – das auch auf andere Flagellaten übertragen werden kann – besonders relevant.

Die vertikale Übertragung ist ein wesentliches Charakteristikum der Hühneradenoviren und bedeutet die Übertragung von den Elterntieren auf die Küken über das Ei. Die Küken erkranken in der Folge zum Beispiel an einer Hepatitis und es kann zu hohen Ausfällen in den Beständen kommen. Eine wirksame Impfstoffprophylaxe muss also bei den Elterntieren ansetzen, wobei die Vielfalt unterschiedlicher Virusstämme ein großes Problem darstellt. Ziel ist es, durch den Einsatz und die Entwicklung von Impfstoffen neue Bekämpfungsmöglichkeiten zu finden.

Bei bakteriellen Erkrankungen schließlich ist die schnelle und gezielte Identifikation der beteiligten Bakterien von entscheidender Bedeutung, da die Erreger oftmals die Grundlage für stallspezifische Impfstoffe darstellen, um das Defizit fehlender Impfstoffe zu kompensieren. Eine möglichst detaillierte Charakterisierung des Erregers ist dabei wichtig, um epidemiologischen Fragestellungen gezielt nachzugehen. Ziel dieses Labors ist es somit neue Methoden, insbesondere massenspektrometische Verfahren anzuwenden, um die Erreger besser zu charakterisieren.

Insgesamt ist es somit das Ziel des Labors Impfstoffe und Impfstrategien für solche Erkrankungen zu erarbeiten, für die es noch keine Immunprophylaxe gibt.

Leitung

Univ.Prof. Dr. Michael Hess

Veterinärmedizinische Universität Wien

Klinik für Geflügel und Fische

Veterinärplatz 1

1210 Wien

T: +43 1 25077-5150

michael.hess(at)vetmeduni.ac.at

Details

Laufzeit: 01.02.2014 - 31.01.2021

Unternehmenspartner:

Vaxxinova GmbH

Thematischer Cluster:

Life Sciences und Umwelt