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Datenstand vom: 14.11.2017
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CD-Labor für Extraktive Metallurgie von Technologiemetallen

Metalle sind ein zentraler Bestandteil vieler moderner Konsumgüter. Gleichzeitig ist ihre primäre Gewinnung immer energieintensiv. Recycling aus gebrauchten Geräten gilt als wichtige Ressource, gestaltet sich aber aufgrund ihres geringen Gehalts oftmals als äußerst schwierig.

Technologiemetalle nehmen als wichtiger Bestandteil vieler Alltagsgeräte der modernen, industrialisierten Welt, wie z.B. Handys, Laptops, Haushaltsgeräte, etc. eine zentrale Position ein. Diese Elemente kommen in der Erdkruste nur in relativ geringen Mengen vor, sind schwierig zu gewinnen und kurz- bis mittelfristig nicht zu substituieren. Darüber hinaus weisen einige keine eigenständigen Lagerstätten auf, sondern sind nur als Nebenprodukte bei Massenmetallen extrahierbar. Daher ist deren Produktionsvolumen auch nicht ohne weiteres erweiterbar. Um sie aus Altgeräten zu recyceln, stehen nur begrenzt Technologien im industriellen Maßstab zur Verfügung. Eine bedeutende Steigerung der aus Recycling gewonnenen Mengen wird jedoch durch verschiedene Faktoren, wie die zunehmende Komplexität der Produkte und deren zumeist sehr geringe Gehalte an diesen Elementen, erschwert. Deshalb lassen sie sich auch hier oft nur als Beiprodukte der Massenmetalle zurückgewinnen.

Die Komplexität der gebrauchten Konsumgüter oder anderer alternativer Rohstoffquellen erfordert ein industrielles Netzwerk aus vielen metallurgischen Anlagen, um die Extraktion aller Wertmetalle zu maximieren und letztendlich damit die Herausforderungen bezüglich Importabhängigkeiten, Versorgungsengpässen, etc. zu bewältigen.

Aus diesem Grund erforscht das CD-Labor Möglichkeiten zur zweckmäßigen Anpassung bzw. Änderung bestehender Prozessschritte, geeignete Technologiekombinationen und neue, innovative Verfahren zur Extraktion der Technologiemetalle aus unterschiedlichen Materialien. Dabei sind neben einer umfassenden Charakterisierung der Ausgangsstoffe (chemische Zusammensetzung und Phasenaufbau) grundlegende Untersuchungen zum Verhalten dieser Elemente in den unterschiedlichen Verfahren notwendig.

Daraus soll ein besseres Verständnis für die technologischen Möglichkeiten und Einschränkungen der verschiedenen metallurgischen Prozesse bezüglich der Gewinnung von Technologiemetallen resultieren, welche bei der Umsetzung in den industriellen Maßstab zu berücksichtigen sind.

Leitung

Priv.Doz. DI Dr. Stefan Luidold

Montanuniversität Leoben

Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie

Franz-Josef-Straße 18

8700 Leoben

T: +43 3842 402-5220

stefan.luidold(at)unileoben.ac.at

Details

Laufzeit: 01.06.2015 - 31.05.2022

Unternehmenspartner:

CERATIZIT Austria Gesellschaftm.b.H., RHI AG, METTOP GmbH, Global Tungsten & Powders Corporation

Thematischer Cluster:

Metalle und Legierungen